Für Claude-Code-Poweruser · Solo-Berater & kleine Agenturen
Jede neue Session beginnt bei null: Du erklärst deinen Kontext neu, suchst alte Entscheidungen zusammen, fütterst dieselben Dateien nach. Hikidashi gibt Claude Code ein dauerhaftes, semantisch durchsuchbares Gedächtnis. Und zwar komplett auf deinem Rechner, ohne dass eine einzige Notiz in die Cloud geht.
Das Problem
Claude Code bringt ein Auto-Memory mit, und das ist ein Anfang. Aber wer täglich damit arbeitet, kennt die drei Lücken:
Das Auto-Memory schreibt selbstständig Fakten mit. Neben deinen eigenen Notizen entsteht ein stilles zweites Gedächtnis. Zwei parallel gepflegte Wahrheiten laufen immer auseinander, und irgendwann weißt du nicht mehr, welche stimmt.
Dein Wissen liegt verteilt über Dutzende Markdown-Dateien. Eine vage Frage wie „wo hatte ich was zu Pricing notiert?“ findet per Stichwortsuche nichts, wenn in der Notiz „Honorar“ steht.
Also lädst du zur Sicherheit ganze Dateien in jede Session. Das kostet Kontextfenster, Zeit und Geld, jeden Tag aufs Neue. Der Preis dafür, dass dein Assistent sich nicht erinnert.
Warum lokal der Kern ist
Die meisten Memory-Tools für KI-Assistenten funktionieren nur mit Cloud-Konto: Deine Notizen, Kundenentscheidungen und Projektdetails werden auf fremden Servern eingebettet und gespeichert. Für Solo-Berater und Agenturen mit Verschwiegenheitspflichten ist das kein Detail, sondern ein Ausschlusskriterium.
Hikidashi dreht das um. Alles läuft auf deinem Rechner:
| Cloud-Memory-Dienst | Hikidashi (lokal) | |
|---|---|---|
| Wo liegen deine Notizen? | Auf fremden Servern | Auf deinem Rechner |
| Wer kann mitlesen? | Anbieter, je nach AGB | Niemand außer dir |
| Läuft ohne Internet? | Nein | Ja, nach Erst-Setup |
| Laufende API-Kosten für die Suche? | Meist ja | Keine |
| Vertraulichkeits-Schutz | Vertrag & Vertrauen | Physisch: verlässt den Rechner nicht |
Der Unterschied in einem Satz: Bei Cloud-Diensten gibst du dein Wissen ab und mietest es zurück. Bei Hikidashi bleibt es Kapital auf deiner Seite.
Wie es funktioniert
Hikidashi kombiniert eine bewährte Ordnungs-Idee mit lokaler Vektor-Suche. Beides zusammen behebt die drei Lücken von oben.
Schicht 1 ist das sortierte Aktenarchiv, Schicht 2 der Zettel an der Bürotür. Auf den Zettel gehört „alles steht im Archiv“, nie eine zweite Kopie der Akten. Genau dieser Kniff verhindert das stille Doppel-Gedächtnis.
Die Suche vergleicht Bedeutung, nicht Buchstaben: „Pricing“ findet auch die Notiz, in der nur „Honorar“ steht. Gespeichert werden ausschließlich Vektoren und Verweise (Datei plus Abschnitt), nie eine zweite Kopie deiner Texte.
Was ist drin
Richtet alles in einem Durchlauf ein: Python-Umgebung mit festgepinnten Abhängigkeiten, einmaliger Modell-Download, Offline-Schalter. Für macOS gebaut, Linux-tauglich.
Fertige Vorlagen für MEMORY-Struktur und Zeiger-Schicht plus die Regeln, die Claude Code beibringen, wohin welches Wissen gehört. Das konzeptionelle Herz des Kits.
Baut den Zeiger-Index und den Vektor-Store aus deinen Markdown-Dateien. Sensible Ordner (Mandate, Privates) schließt eine Sperr-Liste auf Ordner-Ebene aus, bevor irgendetwas gelesen wird.
Eine schlanke Kommandozeile: Frage rein, Zeiger raus (Datei, Abschnitt, Ähnlichkeits-Score). Claude Code kann sie selbst aufrufen und springt dann gezielt in die richtige Quelle, statt Dateien zu raten.
Für zitierte Antworten statt nur Fundstellen: Anbindung an Qwen 2.5 7B über Ollama, komplett lokal. Jede Antwort nennt die Quelldatei, aus der sie stammt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung, ein Freshness-Check (meldet, wenn der Index älter ist als deine Notizen) und die Denkregeln hinter dem System, verständlich erklärt.
Ehrlichkeits-Hinweis: Hikidashi basiert auf einem Setup, das im eigenen Beratungs-Alltag seit Monaten produktiv läuft. Das Kit als verpacktes Produkt ist in Vorbereitung. Genau deshalb gibt es hier eine Warteliste und keinen Kaufen-Button.
Ausprobieren
So fühlt sich der Recall an. Diese Demo läuft komplett in deinem Browser und durchsucht fünf erfundene Beispiel-Notizen eines fiktiven Beraters. Sie simuliert das Prinzip (Bedeutung statt Stichwort) mit einer vereinfachten Zuordnung; das echte Kit nutzt dafür das e5-large-Modell.
Alle fünf Demo-Notizen sind frei erfunden. Das echte Kit sieht ausschließlich deine eigenen Dateien, und die bleiben auf deinem Rechner.
Für wen
Eine kurze Mail genügt: Wer du bist, wie du Claude Code nutzt, fertig. Du bekommst Bescheid, sobald das Kit bereit ist, und hilfst uns zu entscheiden, was zuerst gebaut wird. Unverbindlich, kein Newsletter-Abo.
Unverbindlich · kein Newsletter · deine Angaben gehen nur an uns.
FAQ
Ja, mit einer transparenten Ausnahme: Beim Erst-Setup wird das Embedding-Modell einmalig heruntergeladen (und optional das Antwort-Modell über Ollama). Danach laufen Index-Bau und Suche mit gesetzten Offline-Schaltern, ohne Netzzugriff. Der Vektor-Store speichert nur Vektoren und Verweise auf Datei und Abschnitt, keinen Volltext. Der Code liegt offen bei, du kannst es nachprüfen.
Einen Mac (Linux funktioniert ebenfalls), Python 3.12, Claude Code und deine Notizen als Markdown-Dateien. Für das optionale Antwort-Modul zusätzlich Ollama. Die Suche allein ist genügsam; die 48-GB-Angabe beschreibt die komfortable Vollausstattung mit lokalem 7B-Sprachmodell.
Über eine Sperr-Liste auf Ordner-Ebene: Ordner, die du als sensibel markierst (Kundenmandate, Privates, Finanzen), werden beim Index-Bau gar nicht erst gelesen. Neue Dateien in gesperrten Ordnern sind automatisch mitgesperrt, ohne dass du eine Namensliste pflegen musst. Und weil ohnehin alles lokal bleibt, gibt es keinen zweiten Ort, an dem etwas versehentlich landen könnte.
Das Auto-Memory schreibt selbstständig mit und wird automatisch geladen. Praktisch, aber es erzeugt neben deinen Notizen eine zweite, unkontrollierte Wissensablage. Hikidashi nutzt genau diesen Auto-Load-Mechanismus, dreht ihn aber um: Die automatisch geladene Schicht enthält nur Verweise auf deine eigene, aufgeräumte Wissensbasis. Ein Gedächtnis statt zwei, plus eine semantische Suche darüber, die das Auto-Memory nicht hat.
Wenn sie als Markdown vorliegen: ja, ohne Umbau. Der Index-Builder liest Überschriften und hervorgehobene Stichpunkte als Zeiger. Je klarer deine Überschriften, desto besser die Treffer, aber ein perfektes System musst du vorher nicht bauen.
Beides ist noch offen, ehrlich gesagt: Diese Seite misst zuerst, ob genug Leute das Problem so ernst nehmen wie wir. Die Warteliste ist unverbindlich und kostet nichts. Wer drauf steht, erfährt Preis und Termin zuerst und kann die Prioritäten mitprägen.